Hast du neue LED-Lampen installiert und sie flackern ständig an und aus?
Dies ist ein häufig gemeldetes Problem. Das bedeutet jedoch nicht, dass man LED-Lampen als Schuldige abstempeln sollte. Im Gegenteil, sie sind meist so unschuldig wie ein frisch gelegtes Ei.
Wo liegt das Problem also, wenn nicht bei den LEDs?
Es kann verschiedene Gründe für Flackern geben. In diesem Beitrag besprechen wir die drei häufigsten und — was noch wichtiger ist — Lösungen für dieses Problem.
Lass uns loslegen.
Grund 1 – Strom außerhalb der Spitzenzeiten
Einige australische Stromversorger bieten ihren Kunden die Möglichkeit, je nach Tageszeit unterschiedliche Tarife für Strom zu zahlen. Konkret bedeutet das, dass man während der Spitzenzeiten (8 Uhr bis 20 Uhr) einen höheren Tarif zahlt und während der Nebenzeiten (20 Uhr bis 8 Uhr) einen viel niedrigeren Tarif.
Stromversorger verwenden eine Funktion namens „Ripple Control“, um die Tarifänderung an elektronische Geräte zu signalisieren. Das Ripple-Control-Signal wird mit einer anderen Frequenz als die der Stromversorgung übertragen.
In Australien beträgt die Stromversorgung 230 Volt Wechselstrom bei 50 Hertz. Der Begriff „Wechselstrom“ bedeutet, dass der Strom seine Richtung viele Male pro Sekunde in regelmäßigen Abständen ändert. 50 Hertz bedeutet einfach, dass es fünfzig Zyklen pro Sekunde gibt.
Die Netzsteuerung funktioniert, indem sie hochfrequente Signale auf die 50-Hertz-Stromversorgung aufmoduliert, um sicherzustellen, dass diese Signale im lokalen Stromnetz verteilt werden können.
Und hier liegt das Problem.
LED-Beleuchtung, wie auch einige andere elektrische Geräte wie Ventilatoren, Kühlschränke, Halogenlampen, Leuchtstofflampen und Toaster, kann empfindlich auf diese Frequenzen reagieren.
Leider sind viele elektrische Geräte, darunter Toaster, Kühlschränke, Ventilatoren, Leuchtstoff-, Halogen- und LED-Beleuchtung, betroffen. Dies kann zu Brummgeräuschen oder anderen Nebenwirkungen bei den betroffenen Geräten führen. Bei LED-Lampen kann ein wahrnehmbares Flackern auftreten, besonders wenn sie an ein Dimmgerät angeschlossen sind.
Jetzt denkst du vielleicht: Aber meine alte Glühbirne hat doch nicht geflackert?
Oh, das tat es… du hast es nur nicht bemerkt.
Alle Glühbirnen flackern — aber bei herkömmlichen Glühbirnen ist das Flackern nicht wahrnehmbar. Das liegt jedoch nicht daran, dass Glühbirnen etwas können, was LEDs nicht können. Ganz im Gegenteil, sie scheinen nicht zu flackern, weil sie eine funktionaler Defekt — und das ist ein großer Teil davon.
Glühbirnen verschwenden fast 90% der Eingangsenergie durch Wärme — und es ist diese Restwärme, die ihre Glühfäden zwischen den Flackern zum Leuchten bringt.
Okay, ich verstehe, Glühlampen sind verschwenderisch, aber wie kann ich verhindern, dass meine neuen LEDs wegen des Ripple-Control-Signalproblems flackern?
Wenn Ihre LED-Lampen in regelmäßigen Abständen oder täglich zur gleichen Zeit flackern, können Sie mit Sicherheit davon ausgehen, dass das Problem durch das Ripple-Frequenzsignal verursacht wird. Sie können das Flackern durch die Installation eines Ripple-Frequenzfilters beseitigen oder reduzieren. Ein Ripple-Frequenzfilter muss von einem lizenzierten Elektriker installiert werden und sollte zum Signal in Ihrer Region passen.
Grund 2 – Lose Verkabelung
Ein weiterer häufiger Grund für das Flackern von LED-Lampen ist lose elektrische Verkabelung. Es wäre wirklich am besten, wenn ein zertifizierter Elektriker dies genauer untersucht und die notwendigen Reparaturen durchführt.
Grund 3 – Dimmer-Kompatibilität
Es ist möglich, dass die vorhandenen Dimmschalter in Ihrem Zuhause nicht mit der neuen LED-Beleuchtung kompatibel sind. In diesem Fall sollten Sie den richtigen LED-Dimmer kaufen.
Fazit
Alle Lampen flackern, und LED-Lampen bilden da keine Ausnahme.
Meistens liegt das Flackern weniger an einem Problem mit den LED-Lichtern selbst, sondern an anderen Ursachen. Lassen Sie die Verkabelung von einem seriösen Elektriker überprüfen und stellen Sie sicher, dass Sie den richtigen LED-Dimmer verwenden.
Wenn Sie in einem Gebiet wohnen, in dem der Versorger je nach Tageszeit unterschiedliche Tarife anbietet, lassen Sie von Ihrem örtlichen Elektriker einen Ripple-Frequenzfilter installieren.
Häufig gestellte Fragen
1. Was verursacht das Flackern einer LED-Lampe?
Es kann viele Ursachen geben. Zum Beispiel können lose elektrische Leitungen oder inkompatible Dimmer ein Flackern bei LED-Beleuchtung verursachen. Ein weiterer Grund könnte das „Ripple Control“-Signal sein, das von australischen Stromversorgern verwendet wird, um den Tarifwechsel bei elektrischen Geräten anzuzeigen, wenn Spitzen- und Nebenzeiten gelten.
2. Sind flackernde Lichter gefährlich?
Wenn das Flackern der Lichter durch ein elektrisches Problem verursacht wird, kann es tatsächlich problematisch werden, wenn es unbeachtet bleibt. Wir empfehlen, einen erfahrenen Elektriker hinzuzuziehen und das Problem beheben zu lassen.
3. Wie behebe ich flackernde Lichter?
Das hängt davon ab, was das Flackern Ihrer Lichter überhaupt verursacht. Wenn das Problem durch das „Ripple Control“-Signal verursacht wird, müssen Sie möglicherweise einen Ripple-Frequenzfilter installieren. Wenn Ihre LED-Lampen hingegen wegen eines inkompatiblen oder alten Dimmers flackern, sollten Sie auf LED-Dimmer umsteigen.