Aktualisiert im November 2026
Beleuchtung war früher Nebensache. Die meisten Räume bekamen eine Deckenleuchte oder ein Raster aus kaltweißen Einbaustrahlern, und damit war es getan. Heute wählen Designer oft als Erstes die Leuchte aus, und das Leuchtmittel darin ist genauso wichtig wie die Leuchte selbst. Die Veränderungen, die sich im Lauf des Jahres 2026 durchgesetzt haben, werden sich voraussichtlich auch 2027 fortsetzen. Im Kern geht es bei den meisten um dasselbe: wärmeres, sanfteres Licht, das in mehreren Schichten von Leuchten kommt, die man gerne anschaut.
Was sind die größten Beleuchtungstrends für 2027?
Die fünf größten Beleuchtungstrends für 2027 sind wärmeres Licht (2700 K für Wohnräume und 2200 K am Abend), mehrschichtige Beleuchtung statt einer einzelnen Deckenleuchte, skulpturale Leuchten und dekorative Leuchtmittel als Blickfang im Raum, warme Messingoberflächen statt Chrom sowie sanftes, blendfreies Licht. Der gemeinsame Nenner ist Behaglichkeit. Räume werden so beleuchtet, dass sie abends ruhig und einladend wirken, während Helligkeit zweitrangig ist.
| Trend | So sieht es aus | So gelingt der Look |
|---|---|---|
| Wärmeres Licht | Golden-warmes, entspanntes Licht in jedem Raum | 2700 K für die Hauptbeleuchtung, 2200 K am Abend |
| Mehrschichtige Beleuchtung | Drei oder mehr Lichtquellen pro Raum | Pendelleuchten, Wandleuchten und Akzentbeleuchtung an separaten Dimmern |
| Das Leuchtmittel als Blickfang | Übergroße, bernsteinfarbene, kronenförmige oder organische Leuchtmittel | Dekorative Leuchtmittel in schlichten Pendelleuchten |
| Skulpturale Leuchten | Gruppen, versetzt angeordnete Abhängungen, lineare Leuchten | Mehrflammige Pendelleuchten und auffällige Kronleuchter |
| Warme Metalle | Messing- und Goldtöne statt Chrom | Wandleuchten und Pendelleuchten aus Messing |
| Sanftes, blendfreies Licht | Man sieht das Leuchten, nicht das Leuchtmittel | Porzellan-, Mattglas- oder Kronenleuchtmittel |
| Licht, das sich verändert | Tagsüber hell, abends golden | Dim-to-warm-Strahler und Dimmer |
| Natürliche Materialien | Stein, Holz, Keramik, Leinen | Warme Leuchtmittel, die Strukturen hervorheben |
1. Überall wärmeres Licht
Der Abschied von Kaltweiß ist der beständigste Trend in allen Räumen des Hauses. Warmweiß mit 2700 K ist zum Standard für Wohnräume geworden, und extra warmes Licht um 2200 K wird zunehmend für Schlafzimmer, Esszimmer und alle Räume gewählt, die hauptsächlich abends genutzt werden. Warmes Licht schmeichelt Haut, Holz und Stein und wirkt entspannt statt klinisch.
Kaltweiß hat in arbeitsintensiven Räumen wie Waschküchen, Hauswirtschaftsräumen und Garagen weiterhin seinen Platz, ist aber nicht mehr der Ausgangspunkt. Unser Ratgeber zu Warmweiß vs. Kaltweiß erklärt, wo sich die jeweilige Lichtfarbe am besten eignet.
2. Mehrschichtige Beleuchtung ersetzt die einzelne Deckenleuchte
Ein einzelnes zentrales Licht lässt einen Raum flach wirken, egal wie gut es ist. Designer planen die meisten Räume heute mit mehreren Lichtebenen: Grundbeleuchtung für den gesamten Raum, Arbeitslicht zum Lesen, Kochen oder Arbeiten und Akzentbeleuchtung, die eine Wand, ein Kunstwerk oder ein Regal hervorhebt. Drei oder mehr Lichtquellen pro Raum sind ein gängiger Ausgangspunkt. Jede lässt sich separat schalten oder dimmen, damit sich die Beleuchtung an die Tageszeit anpassen lässt.
In der Praxis könnte das eine Pendelleuchte über dem Tisch, Wandleuchten zu beiden Seiten eines Sofas oder Betts und ein gedimmter Strahler sein, der eine Akzentwand in sanftes Licht taucht. Unsere Ratgeber zu Beleuchtungsideen fürs Schlafzimmer und zur Küchenbeleuchtung zeigen, wie sich das in jedem Raum umsetzen lässt.
3. Die Glühbirne wird zum Blickfang
Sichtbare Glühbirnen waren zunächst ein industrieller Look. Heute erinnern sie eher an Schmuck. Dekorative Kugeln werden danach ausgewählt, wie sie im ein- und ausgeschalteten Zustand aussehen: übergroßes bernsteinfarbenes Glas, goldene oder verspiegelte Kronen, Porzellanoberflächen und organisch geformte, mundgeblasene Formen.
The Grand 180 ist ein gutes Beispiel: eine bernsteinfarbene Kugel mit 180 mm Durchmesser, die in einem tiefen Goldton mit 2200 K leuchtet und eine schlichte Pendelleuchte in eine Skulptur verwandelt. Kronenförmige Kugeln wie die G125 Gold Crown setzen einen dekorativen goldenen Akzent, und die verspiegelte Kappe lenkt das Licht in die Leuchte und reduziert direkte Blendung.
4. Skulpturale Statement-Leuchten
Neben der Glühbirne selbst wird auch die Leuchte als Kunstwerk betrachtet. Gruppen von Pendelleuchten in unterschiedlichen Höhen, längliche Leisten mit übergroßen Kugeln und Lichtgruppen, die Treppenhäuser oder hohe Decken füllen, lösen die einzelne, dazu passende Pendelleuchte ab.
Die Ennead Grand Designer Edition vereint neun bernsteinfarbene Kugeln mit 180 mm Durchmesser zu einer schwebenden Gruppe aus warmem Licht. Die Meridian Linear Grand Designer Edition lässt drei mundgeblasene, organisch geformte Kugeln von einer länglichen Leiste herabhängen - ideal über einem langen Esstisch. Für kleinere Räume bietet The Triad drei Pendelleuchten an einem Baldachin, die eng gruppiert oder im Raum verteilt angeordnet werden können.
5. Warme Metalle lösen Chrom ab
Neben Messing wirken poliertes Chrom und kühles Silber zunehmend altmodisch. Warme Oberflächen haben sich durchgesetzt: Messing, Goldtöne und gealterte Metalle, die das Licht einfangen und Wärme ausstrahlen, selbst wenn das Licht ausgeschaltet ist. Messing passt ganz natürlich zu warmweißem Licht, Holz und Stein. Deshalb findet es sich gleichermaßen in Küchen und Schlafzimmern.
Die Wandleuchte The Node und The Monad Single Drop sind beide in Messing erhältlich. Das Node-Set aus Messing und Porzellan kombiniert die Messing-Wandleuchte mit einem mattweißen Porzellan-Leuchtmittel und sorgt für ein gleichmäßiges, blendfreies Licht.
6. Sanftes, diffuses, blendfreies Licht
Niemand möchte direkt in ein helles, nacktes Leuchtmittel schauen, und immer mehr Leuchten sind darauf ausgelegt. Der Trend geht zu Licht, dessen Wirkung statt seiner Quelle auffällt: Porzellan und Milchglas, verspiegelte Kronen, Stoff- und Papierschirme sowie Licht, das von Wänden und Decken reflektiert wird. Das ist angenehmer für die Augen und lässt einen Raum ruhiger wirken.
Wenn Sie freiliegende Leuchtmittel mögen, bietet ein dekoratives Leuchtmittel mit geringerer Leistung, ein Kronenleuchtmittel oder eine Porzellanoberfläche den gewünschten Stil ohne Blendung.
7. Licht, das sich im Laufe des Tages verändert
Das Interesse daran, wie Licht den Schlaf und das Wohlbefinden beeinflusst, ist im Mainstream-Interior-Design angekommen. Mit abstimmbarer Beleuchtung und Dim-to-Warm-Leuchten lässt sich ein Raum tagsüber von hell und klar zu abends gedämpft und golden verändern – ähnlich wie bei natürlichem Licht.
Die Spotlights Sunset Dim GU10 und Sunset Dim MR16 eignen sich für vorhandene Einbaustrahler: Bei voller Helligkeit leuchten sie mit 2700K und werden beim Dimmen bis zu einem kerzenwarmen Lichtschein mit 1800K wärmer. Der Unterschied ist messbar. Bei unabhängigen Spektralmessungen unserer Produktreihe wies kaltweißes Licht mit 4000K einen Blauanteil von 4,4 % auf, während ein vollständig gedimmter Sunset-Dim-Spotlight nur 0,6 bis 0,7 % erreichte. Unsere Ratgeber zu blauem Licht und zirkadianer Beleuchtung für besseren Schlaf erklären, warum das am Abend wichtig ist.
8. Natürliche, haptische Materialien
Stein, Alabaster, Holz, Keramik, Leinen und Rattan tauchen in der Lichtgestaltung immer wieder auf – ausgewählt wegen ihrer Textur und der sanften Art, wie sie Licht aufnehmen. Unter warmem Licht kommen diese Materialien am besten zur Geltung. Kombiniert man sie mit Leuchtmitteln mit 2200K bis 2700K oder mit bernsteinfarbenem und porzellanartigem Glas, entfalten sie ihre Farbe, statt blass zu wirken.
Beleuchtungstrends nach Raum
Küche: Pendelleuchten in Gruppen oder eine lineare Leuchte über der Kochinsel, warmweißes Licht mit etwa 2700K bis 3000K und eine separate Arbeitsbeleuchtung neben der Ambientebeleuchtung. Siehe unseren Ratgeber zu Küchenbeleuchtung.
Esszimmer: Eine markante Leuchte tief über dem Tisch, besonders warmes Licht und ein Dimmer. Über einem langen Tisch eignet sich eine lineare Leuchte, über einem runden ein Ensemble.
Wohnzimmer: weniger Einbaustrahler, dafür mehr Wandleuchten und Lampen in unterschiedlichen Höhen, damit der Raum abends mit gedämpftem, warmem Licht beleuchtet werden kann.
Schlafzimmer: Wandleuchten oder niedrige Pendelleuchten zu beiden Seiten des Bettes, 2200 K für den Abend und Dim-to-Warm-Strahler für die Hauptbeleuchtung. Unsere Beleuchtungsideen fürs Schlafzimmer gehen ins Detail.
Decken: eine einzelne markante Pendelleuchte oder eine Leuchtengruppe, ergänzt durch einige dimmbare, warmweiße Einbaustrahler oder Strahler statt eines Rasters aus kaltweißen Leuchten.
Außenbereich: warmes, blendarmes Licht statt heller Flutlichter, dazu warmweiße Lichterketten für gesellige Bereiche. Unser Kaufratgeber für Lichterketten stellt die Optionen vor.
Welche Beleuchtungstrends sind auf dem Rückzug?
Einige Looks sind schnell auf dem Rückzug:
- Ein Raster aus kaltweißen Einbaustrahlern als einzige Beleuchtung im Raum
- Eine einzelne helle Deckenleuchte ohne irgendetwas, das ihr Licht abmildert
- Hochglanzverchromte Leuchten
- Nackte Leuchtmittel mit hoher Lichtleistung, die auf Augenhöhe blenden
Keiner dieser Mängel erfordert eine Renovierung. Wärmere Leuchtmittel, ein Dimmer und ein oder zwei zusätzliche Lichtquellen schaffen bei den meisten Abhilfe.
Häufig gestellte Fragen
Welche Beleuchtung ist gerade angesagt?
Warmes, vielschichtiges und skulpturales Licht. Das bedeutet warmweiße oder extra warmweiße Leuchtmittel, mehrere Lichtquellen pro Raum statt nur einer und markante Pendelleuchten oder dekorative Globen, die zugleich als Gestaltungselement dienen.
Welche Deckenleuchten sind angesagt?
Statement-Pendelleuchten, mehrflammige Leuchtengruppen und lineare Leuchten sind die angesagtesten Deckenleuchten, meist ergänzt durch einige warme, dimmbare Einbaustrahler. Große Raster aus kaltweißen Einbaustrahlern sind auf dem Rückzug.
Sind Messingleuchten noch angesagt?
Ja. Messing und andere warme Metalle haben Chrom als bevorzugte Oberfläche abgelöst und passen zum Trend zu wärmerem Licht und natürlichen Materialien. Gebürstete und gealterte Oberflächen wirken zeitgemäßer als hochglanzpoliertes Messing.
Sind Edison- und Filamentlampen noch angesagt?
Ja, aber der Look hat sich vom industriellen Käfigleuchtmittel weiterentwickelt. Übergroße, bernsteinfarbene, gekrönte und organisch geformte Globen sind derzeit angesagt, oft mit wärmeren 2200 K.
Welche Farbtemperatur ist bei Wohnräumen im Trend?
Warmweiß mit 2700 K für die Hauptbeleuchtung und Extra-Warmweiß mit etwa 2200 K für den Abend und entspannte Räume. Kaltweiß mit über 4000 K wird heute meist nur noch in Arbeitsbereichen wie Waschküchen, Hauswirtschaftsräumen und Garagen verwendet.
Kommen Pendelleuchten aus der Mode?
Nein. Die einzelne passende Pendelleuchte wird zunehmend durch Leuchtengruppen, versetzt angeordnete Pendelleuchten und lineare Leuchten ersetzt. Pendelleuchten bleiben jedoch zentral für die Beleuchtung von Küchen, Esszimmern und Treppenhäusern.